Ottobeuren – Im festlichen Rahmen und bei bestem Sommerwetter haben zum Schuljahresende 31 staatlich anerkannte Heilerziehungspflegerinnen und - Pfleger sowie 24 Schülerinnen und Schüler der einjährigen Ausbildung der Heilerziehungspflegehilfe ihre staatliche Anerkennung erhalten. Die Feier fand in diesem Jahr erstmalig im „Eventstadl Schachen“ bei Ottobeuren im Rahmen von Angehörigen, Praxisanleiterinnen und Anleitern sowie dem Lehrerkollegium statt.
Die Feier wurde am späten Nachmittag mit den Zeugnisverleihungen der Heilerziehungspflegehilfe eröffnet. Die Redebeiträge sowohl durch die Klassenleitung, als auch der Klassensprecherinnen zeigten, dass an der Memminger Fachschule für Heilerziehungspflege großer Wert auf eine persönliche Beziehung zwischen Lehrkräften und Auszubildenden gelegt wird. Die Klassensprecherinnen wie auch Klassenleitung Silke Aschmer untermalten ihre Ansprache humorvoll mit Bildern des vergangenen Schuljahres.
Gegen frühen Abend erhielten dann auch die Auszubildenden der dreijährigen Ausbildung Ihre langersehnten Urkunden. Auch hier wurde die feierliche Zeugnisvergabe mit einer musikalischen Einlage aus dem Lehrerkollegium eröffnet. Schulleiter Christian Hartmann betonte bei seiner Ansprache, welch verantwortungsvolle Aufgabe die nun fertig ausgebildeten Fachkräfte gewählt haben, wenn es darum geht, Menschen mit Handicap in ihrer persönlichen Entwicklung jeden Tag aufs Neue ein Stück weiter zu bringen, ohne dabei deren Recht auf Autonomie und Selbstbestimmung außer Acht zu lassen. „Die Heilerziehungspflege ist eine Kunstform für sich und Ihr seid nun die fertig ausgebildeten Künstlerinnen und Künstler“, fasste er dies bildhaft zusammen.
Auch bei diesem Teil der Feier machten die persönlichen Worte der Klassenleiter nochmals den familiären Charakter der Schule deutlich: Klassenleiter Sebastian Kunze brachte bei seiner Rede vor allem zum Vorschein, was es für ihn bedeutet, seine erste Klasse bis zum Abschluss begleitet zu haben, während Mario Anders seinen Dank auch an Kolleginnen und Kollegen richtete, die am Erfolg des Abschlusses seiner Klasse mit beteiligt waren.
Höhepunkt der letzten Zeugnisverleihung war dann das überraschende Zünden eines Konfettiregens über der Bühne aus den Reihen der Gäste. Hier wurde deutlich, welchen Stellenwert die Abschlüsse nicht nur für die Schülerinnen und Schüler selbst, sondern auch für deren Angehörige und die Praxiseinrichtungen haben. Den Abschluss der Zeugnisverleihungen bildete eine zweite Gesangseinlage des Lehrerkollegiums, die mit viel Liebe zum Detail auch mit Requisiten und Schriftrollen untermalt wurde.
Seit 23 Jahren bildet die Fachschule der beruflichen Fortbildungszentren der bayerischen Wirtschaft (bfz) gGmbH in Memmingen sozialpädagogische Fachkräfte der stationären und ambulanten Behindertenhilfe, dem Werkstättenbereich sowie der Kinder- und Jugendhilfe aus und kooperiert in diesem Zusammenhang mit ca. 60 Einrichtungen in einem großen Umkreis rund um Memmingen.
Christian Hartmann (Schulleiter)